Die Einreichung der Kulturlandschaft Wachau
Schon 1975 stellte der Arbeitskreis zum Schutz der Wachau
an die Österreichische Bundesregierung und das Bundesland
Niederösterreich den Antrag zur Bewerbung um das Europadiplom.
Die endgültige Verleihung fand jedoch erst 19 Jahre
danach statt. Erst nach Abwehr der Bestrebungen, ein Donaukraftwerk in
der Wachau zu errichten und der Überwindung aller
sonstigen Widerstände (z.B. der Schiffswirtschaft)
verlieh der Europarat nach einer genauen Prüfung schließlich
im Jahr 1994 die ersehnte Auszeichnung mit dem Ziel, den
Schutz der Landschaft zu gewährleisten und die Lebensräume
für Fauna und Flora zu erhalten.
Es war dies erst die zweite Verleihung eines solchen Diploms
in Österreich, nach der Auszeichnung der Krimmler
Wasserfälle im Jahr 1967. Inzwischen hat der Nationalpark
Thayatal im Jahr 2003 als dritte Region die Auszeichnung
erhalten. Insgesamt sind europaweit nach wie vor nicht
mehr als knapp 70 Objekte in dieser exklusiven Liste enthalten.
In Entwicklung und Veränderung begriffene Kulturlandschaften
wie die Wachau stellen dabei immer noch eine absolute Ausnahme
dar.
1999 und 2004 wurde das Europadiplom
jeweils auf die Dauer von fünf Jahren wiederverliehen, 2009 auf weitere 10 Jahre. Die Gewährung des Diploms
ist mit einer einzigen Bedingung versehen: Pläne zur Errichtung
eines Kraftwerkes in der Wachau dürfen nicht mehr
aktiviert werden. Daneben bestehen eine Reihe von Empfehlungen als Aufgabe für
die kommende Unterschutzstellungsperiode.
Das
Europäische Naturschutzdiplom des Europarates Krimmler
Wasserfälle
Nationalpark Podyjí-Thayatal |